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Eier sind unverzichtbar?

 

Eier gelten in vielen Kulturen, als Symbol für Fruchtbarkeit, neues Leben oder sogar Wiedergeburt.
Jede Eizellen kann schließlich der Ursprung eines neuen Lebens sein.
Ein Vogelei macht diesen Zusammenhang „greifbar“.

Die Entwicklung des Vogelnachwuchses findet außerhalb des Körpers der Mutter statt, dennoch ist das Legen eines jeden Eies gleichbedeutend mit einer Geburt.

Wenn wir von Eiern sprechen, dann meinen wir im Allgemeinen das Ei eines Haushuhnes,
dass speziell zur Hochleistungs-Eierproduktion gezüchtet wurde und entsprechend zu diesem Zweck gehalten wird.

Diese Eier sind für die Meisten zu einem vollkommen normalen, alltäglichen Grundnahrungsmittel geworden.
Sie sind nahezu überall zu einem geringen Preis in großen Mengen verfügbar, daher wird ihnen weder besondere Aufmerksamkeit oder Wertschätzung entgegenbracht, noch irgendetwas an ihrem Konsum kritisch hinterfragt.

Ob das Essen von Eiern, für den Menschen nun gesund oder ungesund ist , dazu finden sich genauso viele Antworten und Meinungen, wie zu vielen anderen Ernährungsfragen.

Was allerdings sicher ist, ist dass Eier grundsätzlich nicht zum Verzehr bestimmt sind.
Aus biologischen Sicht dienen sie zur Fortpflanzung und Arterhaltung.
Dem entsprechend ist es natürlicherweise nicht üblich, dass ein einzelnes Huhn über 300 Eier pro Jahr legt.
Und es ist trotz Züchtung auf diese hohe „Produktionsleistung“, körperlich nicht darauf ausgelegt.

 

 

Ein artgerechtes Leben ist nicht profitabel

Hühner sind intelligenter, als viele vielleicht vermuten.
Sie können bis zu 80 Artgenossen voneinander unterscheiden, lieben es aber trotzdem eher in kleineren Gruppen zusammen mit einem Hahn zu leben und so eine feste Rangordnung entwickeln zu können.
Sich frei zu bewegen, pickend und scharrend ihr Futter zu suchen, ihr Gefieder im Staub zu baden oder sich einfach mal in der Sonne auszuruhen, wäre neben der natürlichen Fortpflanzung eigentlich das, was  den natürlichen Bedürfnissen eines Huhnes gerecht wäre.
Das Leben einer Legehenne sieht allerdings, unabhängig von der Haltungsform, vollkommen anders aus.

Für die Eierindustrie leiden täglich weltweit Milliarden Hühner.
In Deutschland sind es mehr als 45 Millionen Hennen, damit der „Bedarf“ an Eiern gedeckt werden kann.
Es werden hier jährlich, pro Kopf mehr als 230 Eier konsumiert, davon stammen knappe 11 % aus biologischer Erzeugung!

Das ist nur möglich durch Qualzucht und eiweißreiches Leistungsfutter, was Hühner zu Legemaschinen degradiert und nahezu täglich zur Produktion eines Eies zwingt.
Krankheiten am Legeapparat sind dadurch vorprogrammiert, denn eine Huhn würde unter natürlichen Umständen weniger als 30 Eier pro Jahr legen und nicht mehr als 300!
Die Körper der Legehennen sind unter der Last dieser Höchstleistung überfordert.
Dadurch entstehen bei vielen auch Entzündungen innerhalb des Legeapparates oder an der Kloake, die zu eitrigen Ausscheidungen führen können.
Dennoch produzieren ihre Körper aufgrund der Züchtung ein Ei nach dem anderen.
Für ein Huhn, dass in einem Eierproduktionsbetrieb landet, sind diese vollkommen unnatürlichen Leistungen und zusätzlich nicht artgerechten Lebensbedingungen, wie akuter Platzmangel
(selbst in Biobetrieben sind 6 Hühner auf 1m² zulässig), massiv eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten und viel zu große Gruppen von Tieren, die tägliche Realität.
Sich daraus entwickelnde psychische Verhaltensstörungen, ebenso wie Federpicken und Kannibalismus (um dies zu reduzieren war/ist es üblich, dass den Hühnern ohne Betäubung, die empfindlichen Schnabelspitzen mit heißen Klingen oder Lasern entfernt werden), sowie Knochenbrüche, durch die massive Demineralisierung des Körpers oder groben Umgang und andere unnatürliche körperliche Veränderungen an Gefieder, Kamm und Füße, werden als Begleiterscheinungen in Kauf genommen.
Sofern die Hennen unter diesen Bedingungen bis zum Ende der Legeperiode überleben, etwa ein bis eineinhalb Jahre, bis ihre Legeleistung nachlässt, werden sie unsanft verladen, abtransportiert und geschlachtet.

Die Eierproduktion in „konventioneller“ Käfighaltung ist zwar seit 2014 in der EU verboten, dennoch werden hier regelmäßig billige Eier aus Käfighaltung verarbeitet, verkauft und verzehrt: Als gekochte und vorgefärbte Eier oder weiterverarbeitet als Bestandteil von zahlreichen Fertigprodukten, denn bei ihnen muss die Herkunft der Eier nicht deklariert werden. So lassen sich leicht die Produktionskosten senken. Ohne eine Kennzeichnungspflicht ist, sofern nicht anders angegeben, davon auszugehen, dass diese Eier weiterhin aus besonders tierquälerischer Einzel-Käfighaltung stammen.

Ist es also überhaupt empfehlenswert oder vertretbar, Eier oder Produkte die Eier enthalten, zu kaufen?

 

Die Entstehung eines Eies

Für das Eigelb entsteht eine Dotterkugel im Eierstock des Huhnes.
Im Trichterorgan bildet sich um diese Dotterkugel eine Membran, hier würde auch eine Befruchtung stattfinden.
Die Dotterkugel wandert durch den Eileiter, wo sich durch andauernde Drehbewegungen aus Drüsen ausgeschiedener Eileiterschleim, um die Dotterkugel herum anlagert.
(als Eiklar oder „Eiweiß“ bezeichnet)
Erreicht die Dotterkugel den Bereich des Isthmus wird die Schalenhaut gebildet.
Hier wird auch durch deren Festigkeit und äußeren Druck die Form des Eies bestimmt.
Die Bildung der Kalkschale findet im Uterus statt, das dauert fast 20 Stunden.
Ist das Ei „fertig“ scheidet es das Huhn durch die gleiche Öffnung aus, wie auch das Kot-Uringemisch, die Kloake.

 

Wunderwerk Ei

Das Ei ist ein perfekt abgestimmtes hochkomplexes Behältnis für ein Küken.
Die Schale schützt nicht nur vor Stößen, sondern es findet auch durch hunderte feine Poren ein Gasaustausch statt.
Die Schalenhaut schützt das Ei vor Austrocknung, das Eiweiß liefert zusätzlich zu verschiedenen Nährstoffen die Wasserreserven.
Die Hagelschnüre halten das Eidotter in der richtigen Position, damit sich das Küken in alle Richtungen entwickeln kann.
Diese weißen Schnüre oberhalb und unterhalb des Eigelbes, sind auch ein Zeichen für die Frische des Eies, denn bei älteren Eiern lösen sich die Schnüre langsam auf und das Eidotter sinkt nach unten.
Der Eidotter ist nicht nur der Energiespeicher für das Küken, sondern gleichzeitig auch ein Infektionsschutz.
Die Abwehrstoffe, die die Henne durch den Kontakt mit Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen bilden konnte, gibt sie darüber an das Küken weiter.
Dieser Schutz hält bis zu drei Wochen nach dem Schlüpfen an.
Bis es allerdings so weit ist, versorgt der Inhalt des Eies das Küken für die 21 Tage innerhalb des Eies und beinhaltet darüber hinaus eine Nahrungsreserve für zwei weitere Tage, die sich das fast fertige Küken sichert, indem es sich gegen Ende der Entwicklung den Rest des Dottersackes in den Bauchraum zieht.
Es ist also nicht verwunderlich, dass ein Ei ein wahres Nährstoffpaket sein muss.
Diese Nährstoffe sind allerdings speziell auf den Bedarf des Embryos eines Lebewesens ausgerichtet, dessen komplette Entwicklung ausschließlich durch den Inhalt des Eies genährt wird.
Menschen und Geflügel haben wenig gemeinsam, es ist also nicht haltbar zu behaupten, dass Eier dazu gedacht sind ein Grundnahrungsmittel des Menschen zu sein oder, dass ohne die Inhaltsstoffe von Eiern eine „ausgewogene“ Ernährung nicht möglich sei.

 

 

Küken als Produktionsabfall

Bis kurz vor dem Schlüpfen ist nicht erkennbar, ob es sich um ein weibliches oder männliches Küken handelt.
Da das Leben der männlichen Küken in der Eierproduktion keinen Wert hat und sie auch für eine Aufzucht in der Fleischproduktion ungeeignet sind, überleben sie den ersten Tag nicht.
Sie werden als lästiges Nebenprodukt aussortiert.
So werden allein in Deutschland knapp 50 Millionen männliche Küken jährlich, lebendig geschreddert oder vergast.
Das ist nicht nur ein massives ethisches Problem, sondern auch Ressourcenverschwendung, da 50 Prozent der Eier nur ausgebrütet werden, um sie anschließend zu Tiermehl oder Dünger zu verarbeiten.
Die Forschung ist noch weit davon entfernt eine kostengünstige Methode zu entwickeln, um vorab eine Geschlechtsbestimmung am ungebrüteten Ei vorzunehmen.

 

Bio ist auch keine Lösung

Auch wenn wir Eier von „glücklichen“ Hühnern beim Bauern nebenan kaufen, oder uns für Eier mit einem Biosiegel entscheiden, können wir dieses Problem nicht umgehen.
Jeder der Eier oder Produkte mit Eiern konsumiert, unterstützt gleichzeitig auch, dass das Töten von Eintagsküken weitergeht.
Denn alle Legehennen stammen aus Groß-Brütereien und alle haben natürlicherweise Brüder.
Projekte bei denen durch einen höheren Verkaufspreis der Eier, die Aufzucht der Bruderhähne unterstützt wird, sind ein Schritt hin zu einem bewussteren Umgang mit diesem Thema.
Sie ändern aber nichts daran, dass sowohl die Legehenne, als auch ein Hahn aus der Brüderhahn-Aufzucht, am Ende ebenso geschlachtet wird und auf irgendeinem Teller oder im Müll landet…
Auch die Zucht von „Zweinutzungsrassen“, die in der biologischen Landwirtschaft favorisiert wird, konnte sich bisher aufgrund des schlechteren wirtschaftlichen Ertrages nicht etablieren.

 

Brauchen wir Eier für eine gesunde Ernährung?

Eier enthalten je nach Zusammensetzung des Futters und des Gesundheitszustand des Huhnes mehr oder weniger wertvolle Inhaltsstoffe.

Viele Institutionen, zum Beispiel auch das Bundeszentrum für Ernährung, zählen Eier zu „gesundem Essen“.
Da ein Ei „viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe“ enthält.
Es wird auch angemerkt, dass der Verzehr von Eiern, den Cholesterinspiegel im Blut kaum beeinflusse und die Bedeutung des Nahrungscholesterins lange überbewertet worden sei.
„Entscheidend für den Cholesterinspiegel im Blut ist weniger das Cholesterin aus der Nahrung als die Qualität der Nahrungsfette.“

Ist das bei Eiern der Fall? Welche Qualität hat denn das Fett aus Eiern?

 

Wie wertvoll sind Eier tatsächlich?

Auf der einen Seite wird angepriesen, dass das Eiweiß aus Hühnereiern eine „sehr hohe biologische Wertigkeit“ hat,
Eier sämtliche Vitamine und Mineralstoffe (außer Vitamin C) enthalten, sich durch vielfältige Einsatzweisen und Zubereitungsarten auszeichnen und zudem für eine gute Sättigung sorgen.

Andererseits werden viele wichtige Fakten, neben der ethischen und ökologischen Problematik, oft unerwähnt gelassen.
Neben abmildern, verschweigen und nicht informieren, sind die allgemeinen Falsch- und Fehlinformationen zahlreich.

Eiweiße sind in der Tat ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung, doch Eiweißmangel ist kein Problem, das Jemand mit regelmäßigem Zugang zu Nahrung befürchten müsste.
Es ist eher unser übermäßiger Verzehr von tierischem Eiweiß, der mittlerweile ein sehr großes gesundheitliches Problem darstellt.
Der auffallend geringe Proteingehalt von menschlicher Muttermilch, die Babys in ihrem schnellsten und wichtigsten körperlichen Entwicklungsphase den höchstmöglichen Nutzen bietet, liefert allerdings bereits einen guten Hinweis darauf, dass unser Hauptaugenmerk nicht auf einer möglichst hohen Eiweißzufuhr liegen sollte.
Eine Harvard-Studie kam zu dem Ergebnis, dass es keineswegs unerheblich ist, aus welcher Quelle wir unser Eiweiß beziehen.
Den Verzehr tierischen Eiweißes zu reduzieren und mehr pflanzliches Eiweiß zu essen, führte zu deutlichen Unterschieden über die Jahre – nämlich zu einer signifikanten Verringerung des Risikos an einer Herz-Kreislauferkrankung zu sterben.
Es zeigte sich  auch, das tierisches Eiweiß einen gravierenden Einfluss auf das Diabetes-Risiko hat.

Interessant ist es in diesem Fall, auch mal eine andere Perspektive einzunehmen:
Ja, Eier enthalten ein Eiweiß mit einer „hohen biologischen Wertigkeit“, aber ist es bei einem tierischen Eiweiß überhaupt so sinnvoll, dass es der menschliche Körper so gut verstoffwechseln kann?
Oder ist es aus gesundheitlicher Sicht, vielleicht doch eher ein Nachteil?
Wir essen das Eiweiß ja nicht isoliert, sondern das Ei als Gesamtes, mit all seinen vermeintlichen Vorzügen, aber auch mit vielen zweifelhaften Aspekten.

Lenken wir das Hauptaugenmerk einmal weg vom Eiweiß, auf die allgemeine Kalorienbilanz:
Dann steht das Hühnerei, verglichen mit einem pflanzlichen Eiweißlieferanten, wie beispielsweise Linsen, auch nicht mehr so gut da.
Denn bei Eiern ist es so, dass die meisten Kalorien, die sie liefern, aus dem enthaltenen Fett stammen.
Das bedeutet: um die gleiche Kalorienmenge aufzunehmen, könnten wir viel mehr Hülsenfrüchte essen und dabei einiges weniger an Fett, dafür aber annähernd genauso viel Protein und zusätzlich noch wertvolle Ballaststoffe bekommen.
Mal ganz davon abgesehen, welche zahlreichen Vorteile der Verzehr von Hülsenfrüchten noch bietet…

Die Meisten essen viel mehr tierisches Eiweiß, als empfohlen. Dieses Eiweiß stammt hauptsächlich aus Fleisch, Wurst, Milchprodukten und Eiern.
Was tierisches Eiweiß so bedenklich macht, ist ihr hoher Anteil an schwefelhaltigen Aminosäuren, vor allem Methionin.
Alles überschüssige Methionin muss der Körper in das besonders ungesunde Homocystein abbauen.

Der Säure-Basenhaushalt gerät permanent aus dem Gleichgewicht, der zu geringe Anteil an basischen Nahrungsmitteln, wie Gemüse und Obst, der durchschnittlich verzehrt wird, kann diese hohe Säurelast aus tierischen Erzeugnissen kaum ausgleichen.
So kann zu viel tierisches Eiweiß den Körper mit Säuren überlasten und es können sich im Laufe der Zeit chronische Erkrankungen entwickeln.
Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Metabolisches Syndrom, Osteoporose, Bindegewebs- und Nierenerkrankungen beispielsweise, werden durch die säureüberschüssige Ernährung ausgelöst oder begünstigt.

Verzweigtkettigen Aminosäuren und gesättigten Fettsäuren aus tierischen Lebensmitteln fördern zudem eine Insulinresistenz, was häufig zu Diabetes Mellitus führt.

Die krebsfördernden Eigenschaften des tierischen Proteins, wurden im Rahmen der „China Study“ eindrucksvoll deutlich.
Die Wissenschaftler konnten in Tierversuchen beobachten, wie sich das Krebswachstum, allein durch die Änderung der Zufuhrmenge von tierischem Eiweiß, angeregt oder gehemmt werden konnte und das vollkommen unabhängig von genetischen Veranlagungen.
Krebszellen mögen zwar Zucker, aber noch viel mehr lieben sie Fett und tierisches Eiweiß.

 

 

 

Es gibt noch einige weitere Eigenschaften und Inhaltsstoffe von Eiern, die nicht als vollkommen unbedenklich eingestuft werden können:

Eier enthalten überhaupt keine wertvollen Ballaststoffe= 0 Gramm.

Eier sind neben Innereien, wie Leber oder Niere, das Nahrungsmitteln mit dem höchsten Cholesteringehalt.
Nur Hühnerleber oder Kalbshirn erreichen höhere Werte!
Gemessen daran in welchen Mengen Eier konsumiert werden, bin ich nicht sicher, ob das tatsächlich so unbedenklich sein kann, denn Menschen mit Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten, wird nach wie vor, von einem hohen Eierkonsum und einer fettreichen tierischen Kost abgeraten.
Wer weiß immer so genau, ob er zu dieser „Risikogruppe“ zählt?

Ein weiterer Bestandteil tierischen Fettes, ist die entzündungsfördernde Arachidonsäure.
Arachidonsäure kann zu mehr depressiver Stimmung führen, da das Gehirn leichte Entzündungsimpulse im Gehirn nicht mit Schmerzen übersetzt, sondern mit Depression.
In der Behandlung von Rheuma wird ebenfalls empfohlen eine entzündungshemmende Ernährungsform zu wählen und die Aufnahme von Arachidonsäure über tierische Nahrungsmittel möglichst zu meiden.

Ein weiterer Punkt ist, dass das im Eigelb hochkonzentriert enthaltene Lecithin, sich über den Stoffwechsel der Darmbakterien auch für „gesunde“ Menschen, in ein Risikoprodukt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes umwandelt.
Es gilt inzwischen als sichere Erkenntnis, dass Diabetiker durch den Konsum von Eiern ihr Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall zusätzlich erhöhen.

In einer Untersuchung der Harvard-University mit Prostatakrebspatienten, wurde ein Zusammenhang zwischen höherem Geflügelfleisch- und Eierkonsum und einem stärkeren Krebswachstum, einer vermehrten Ausbreitung der Krebszellen und einem erhöhten Sterberisiko entdeckt.

Eier können mit Antibiotika- und andere Medikamentenrückstände, (antibiotikaresistenten) Keimen, Toxinen, Salmonellen und anderen gesundheitsschädlichen Erregern und Substanzen belastet sein.

Bricht ein „Nahrungsmittelskandal“ aus, wie die Belastung von Eiern durch Fipronil (ein illegales Insektizid, dass bei der Reinigung von Hühnerställen zum Einsatz kam), wird in der Regel nach kürzester Zeit das davon ausgehende Risiko abgemildert und Entwarnung gegeben. Und das obwohl Fipronil sich in Tierversuchen als Gift für das Nervensystem und teilweise auch für die Leber erwies und Niemand genau beurteilen konnte, über welchen Zeitraum Eier mit Fipronil belastet waren, bevor es öffentlich bekannt wurde…

Lebensmittel dürfen nur in den Verkauf gelangen, wenn sie festgelegten Höchstwerte für Dioxin oder dioxinähnliches PCB nicht überschritten werden. Die Schwachstelle dieser Kontrollen ist allerdings, dass einzelne Bestandteile von Futtermitteln nicht überprüft werden müssen. So kommt es vor, dass Dioxin über das Futter in Eier, Milch oder Fleisch gelangt.

Dioxine sind der verbreitetste Schadstoff in Eiern, davor sind selbst die Konsumenten von Bioeiern nicht geschützt. Denn die Chemikalien gelangen nicht allein durch „gepanschtes Billigfutter“ in die Hühnerställe, wie beim Dioxinskandal 2011. Dioxine entstehen als Nebenprodukt bei Verbrennungsprozessen und können sich auf Futterpflanzen und in Böden ablagern. Hühner nehmen sie dann durch das Scharren und Picken am Boden auf. So können auch freilaufende und Biohühner mit Dioxinen in Kontakt kommen und diese an ihre Eier weitergeben.
Dioxine können das Immun- und Nervensystem, sowie den Hormonhaushalt stören. Auch hier wird wieder abmildernd gesagt, dass Dioxine nicht so problematisch seien, da sie nicht „akut gefährlich“ sind. Es ist allerding so, dass sie sich, wie viele andere Schadstoffe auch, im Körper anlagern und sich so über die Zeit, zu bedenklich hohen Werten sammeln können.

Salmonellen haben ihren natürlichen Lebensraum im Magen-Darm-Trakt von Tieren. Sie sind sehr gut überlebensfähig und vermehren sich bei Temperaturen zwischen 10 und 47 Grad. Salmonellen können selbst auf Lebensmitteln, in Pflanzen und sogar eingetrocknet für Jahre überleben. Selbst bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes sterben sie nicht ab, was beispielsweise das Tauwasser von Tiefkühlfleisch so gefährlich machen kann. Um Salmonellen sicher abzutöten, muss man sie für mindestens zehn Minuten über 70 Grad erhitzen. Salmonellen führen zu Durchfallerkrankungen, wenn sie in ausreichend großer Menge über den Mund in den Körper gelangen. Für gesunde Erwachsene sind die tolerablen Mengen deutlich höher, als bei Säuglingen, Kleinkindern oder älteren Menschen. Am häufigsten treten Erkrankungen bei Kindern unter 10 Jahren auf! Die größte Infektionsquelle ist rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch, aber auch nicht ausreichend erhitzte Eier oder eihaltige Speisen, wie Mayonnaise oder Milcheis.
Mangelnde Hygiene bei der Lagerung und Zubereitung überträgt Salmonellen auch auf andere Nahrungsmittel.

 

Und nun?

Abschließend lässt sich Zusammenfassen, dass weder aus ethischer, ökologischer oder gesundheitlicher Sicht der regelmäßige Kauf und Verzehr von Eiern vertretbar ist.
Wenn wir es ehrlich betrachten und nicht aus unserer persönlichen Bequemlichkeit, Gewohnheit oder unserem Genuss heraus rechtfertigen.
Denn allein in Deutschland gibt es über 100 Millionen Gründe sich anders zu entscheiden –
So viele Hühner sind es in etwa, die jährlich allein für die Eierindustrie, unnötig sterben.
Entweder als Eintagsküken, als vorzeitig gestorbener „Ausschuss“ in der Eierproduktion, oder als ausgediente Legehenne.
Für all die anderen, die in diesem System leben, leiden und ausgebeutet werden, ist es am Ende auch kein Trost, dass ihre Eier uns so gut schmecken, sich gut und günstig universell einsetzen lassen und dadurch die Taschen der Industrie prall mit Geld gefüllt sind…
Für „glückliche“ Hühner, gibt es hier keinen Platz.

 

Möglichkeiten wie sich Eier ganz leicht ersetzen lassen und entsprechende Rezepte dazu, findest du in den kommenden 3 Beiträgen am 8. , 18. und 28. Februar.

 

Die gezeigten Bilder sind auf einem Schaubauernhof entstanden, sie zeigen Hühner in Freilandhaltung.
Ich möchte dir die Bilder der Realität, an dieser Stelle gerne ersparen.
Wenn du dich genauer informieren möchtest, findest du im Internet zahlreiche Bilder, Berichte, Dokumentationen und vieles Weiteres zu diesem Thema.

 

 

 

 

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