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Milch, Macht und Märchen

 

Ist Milch gesund? Oder ist Milch ungesund?

Welche Macht hat Milch über dich und deine Kaufentscheidungen?

Welche Gewohnheiten haben sich so tief in deinen Alltag integriert, dass sie dich dazu bringen zu glauben, auf Milchprodukte niemals verzichten zu können?

Du kennst auch die zauberhaften Milchmärchen, aus dem Land der grünen Wiesen, glücklichen Kühe, rotwangigen, melkenden Bauerntöchter, gesunden, zufriedenen Babys und fröhlichen Kinder mit strahlend weißen Zähnen oder glänzenden Vorbilder mit lustigen Milchbärten.

Du weißt sicher ganz genau, wie wichtig und wertvoll Milch für dich und deinen Körper ist und warum du sie am besten mehrmals täglich dringend zu dir nehmen solltest.
Es wurde dir von Anfang an immer wieder und überall erzählt.
Denn jeder weiß es: der Mensch braucht Milch!

Hast du dich jemals gefragt warum das so ist und wer dadurch tatsächlich profitiert?

 

 

Abhängigkeit von Milch

Der Verzicht auf Milchprodukte fällt uns am denkbar und auch praktisch schwersten,
sie sind dank der Industrie zu solchen alltäglichen, bequemen, immer wiederkehrenden Lebensmitteln geworden, dass es keinen wirklichen Ersatz für sie zu geben scheint.
Wir kommen nicht einmal auf die Idee zu hinterfragen, ob sie tatsächlich so wertvoll für uns ist, wie wir gelernt haben selbstverständlich zu glauben.

Wer weiß tatsächlich Bescheid über die vielen negativen Aspekte ihrer Herkunft und Produktion und ihrer Wirkung auf unseren Körper, unsere Umwelt und unsere Zukunft?

Wenn wir von „Milch“ sprechen, dann handelt es sich unmissverständlich um Kuhmilch, jegliche andere Art von Milch wird mit einem Zusatz genauer definiert.

Unsere „eigene“, natürliche (Mutter-) Milch würden wir niemals trinken, weiterverarbeiten oder anderen anbieten.
Wie haben eine direkte Abneigung beim Gedanken daran, denn es ist vollkommen klar, dass sie die Nahrung für einen Säugling ist.
Niemand käme auf die Idee, sie anders zu nutzen.

Wie kommt es dann, dass wir bei Kühen oder auch Schafen und Ziegen eine Ausnahme, nein eher eine Selbstverständlichkeit darin sehen ihre Säuglingsnahrung in unseren täglichen Speiseplan einzubauen?
Warum empfinden wir dabei keine Abneigung, Entsetzen oder Ekel?

Wie sieht die Realität aus?

Eine Biomolkerei wirbt für ihre Produkte mit dem Satz: „Da steckt viel Liebe drin.“
Als ich die Joghurtbecher mit diesem Aufdruck einmal bei der Kundin vor mir auf dem Kassenband entlangfahren sah, ergriff mich ein schmerzliches Gefühl.
Ja, in Muttermilch steckt tatsächlich sehr viel Liebe drin.
Eine Mutter gibt ihrem Kind das Beste, dass ihr zur Verfügung steht und ihr Körper setzt die höchste Priorität darauf, dass in dieser Milch all das enthalten ist,
was ihr Baby für seine Entwicklung braucht.

Artfremde Säuglingsnahrung, genau das Richtige für Kinder und Erwachsene?

Milch ist das hochkomplexe, perfekt abgestimmte und entwicklungsangepasste erste Nahrungsmittel eines jeden Säugetieres.
Es ist exakt so zusammengesetzt, wie es für die Nachkommen der jeweiligen Spezies nötig ist.
Kuhmilch zu trinken ist für Kälber also absolut perfekt, um im Turbotempo zu wachsen (etwa 10 mal schneller als Menschen) und ihr Gewicht innerhalb von 45 Tagen verdoppeln zu können.
Menschenbabys brauchen natürlicherweise dafür etwa viermal so lange.
Beim Gehirnwachstum ist es allerdings genau umgekehrt.
Es ist klar, dass die chemische Zusammensetzung von Kuhmilch und menschlicher Muttermilch nicht identisch sein kann!

Menschenbabys brauchen reichlich mehrfach ungesättigte Fette (wie Linolsäure),
die die Gehirnentwicklung fördern, der Proteinbedarf  ist gering.
Kälber brauchen mehr gesättigte Fette und Eiweiß, um einen schnellen Aufbau des Körpergewichts zu erreichen.

Tierisches Eiweiß enthält deutlich mehr schwefelhaltige Eiweißbausteine, davon vor allem die Aminosäure Methionin und führt zur Bildung von fixen Säuren im menschlichen Körper.
Das überschüssige Methionin wird zu besonders gesundheitsschädlichem Homocystein abgebaut.
Muttermilch enthält wenig Protein, sie ist somit genau wie pflanzliches Eiweiß methioninarm, im Gegensatz zu Kuhmilch oder Fleisch.
Kuhmilch enthält die dreifache Gesamteiweißmenge und die vierfache Menge an Methionin.
So zeigt uns die Zusammensetzung der Muttermilch deutlich, was für Menschen gesund und förderlich ist.

Unsere Nährstoffbedürfnisse also mit einem Säugetier gleichzusetzen, dass einen siebenmal schwereren Körper und ein dreimal leichteres Gehirn ausbildet und dessen Säuglingsnahrung nicht nur für Babys und Kinder, sondern auch für erwachsene Menschen als lebensnotwendig und gesundheitsförderlich anzusehen, entbehrt jeglicher Logik.

 

 

Ein guter Plan?

Dennoch geht der Mensch los und erzeugt diese Milch, indem er Kühe genetisch so anpasst, dass sie zu „Hochleistungs-Produktionseinheiten“ werden, ungeachtet der Tatsache,
dass ihre Körper dafür eigentlich nicht ausgelegt sind.
Mittels künstlicher Befruchtung und permanenter Schwangerschaft wird dieser Milchfluss möglichst konstant aufrechterhalten.
Die in regelmäßigen Abständen geborenen Kälber, die die Milch und körperliche Nähe ihrer Mütter nicht bekommen, sind ein notwendiges, aber eher lästiges Nebenprodukt.
So werden sie entweder zu neuen Milchkühen, zu Kalbfleisch oder still und heimlich entsorgt.
Um die Produktion möglichst effizient und kostengünstig zu halten, kann auf die natürlichen Bedürfnisse der Kühe keine Rücksicht genommen werden.
Ihr Wert wird an ihrer Leistung, dem Milchertrag gemessen.
Unter diesen grausamen Bedingungen erreicht keine Kuh ihr natürliches Lebensalter, bevor sie zum dankenden Abschluss, oft sogar schwanger, zur Schlachtung transportiert wird.

Pure Natur aus dem TetraPak

Davon abgesehen, dass Milch den Meisten in ihrer ursprünglichen, natürlichen Form (direkt vom Euter) NICHT schmeckt, ist Milch wie wir sie heute kennen, weder naturbelassen noch unverfälscht.
Sie ist durch industrielle Anpassung und künstliche Optimierung zu einem Erzeugnis ohne natürliche Eigenschaften und ohne eindeutige Identität geworden.

Es ist schwer vorstellbar, wie die Mischung der Milch tausender Kühe (in verschiedenen Laktationsstadien), die in den Tanks der Molkereien zusammenfließt zu „einer“ Milch gemacht wird.

Es gibt nicht nur verschiedene Methoden zur Pasteurisierung der Milch, sie wird meist ebenso unmittelbar durch Homogenisierung in großen Mengen zu einem einheitlichen Gemisch gemacht.
So wird ihr Fettgehalt nach Wunsch bestimmbar, ihre Haltbarkeit verlängert und verhindert, dass sie wie es natürlicherweise wäre „aufrahmt“, also Fettklümpchen bildet.
Diese Verarbeitungsmethode, macht Milch aber auch anfälliger für Oxidation und raubt ihr wertvolle hitzeempfindliche Inhaltstoffe, wie beispielsweise Vitamin C, B1 oder B12.

Milch wird nicht mehr sauer, sondern faul!

Durch den Vorgang des Pasteurisierens werden nicht nur die schlechten Bakterien weitestgehend entfernt, sondern auch die guten. Durch das Fehlen dieser guten Bakterien, können sich die in der Milch verbliebenen Fäulnisbakterien in größerer Geschwindigkeit vermehren. Pasteurisierte Milch wird nicht mehr sauer, wenn sie verdorben ist, sondern faul.
Problematisch daran ist, dass Fäulnis nicht sofort an Geruch oder Geschmack erkennbar ist. So ist es möglich Milch noch einige Tage zu Trinken, bis erahnt werden kann, dass sie bereits verdorben ist.

Pasteurisierte Milch enthält neben Kolonien von Fäulnis- und anderen Bakterien auch ranzige Fette und denaturierte Eiweiße.

In der Regel wird Milch homogenisiert

Zur Homogenisierung wird die Milch aufgerührt und unter hohem Druck durch winzige Düsen gepresst, um die Fettbestandteile zu zerkleinern.
Diese Fettpartikel sind so klein, dass sie ungehindert die Darmwände passieren können und dann ungefiltert im Blutkreislaus zirkulieren.
Mit diesen Fettpartikeln gelangt auch das Enzym Xanthinoxydase in den Blutkreislauf. Es kann die Verstopfung der Arterien fördern und somit erhöhten Blutdruck und die Verkalkung der Arterien begünstigen.
Bereits Mitte der Achtziger Jahre forderten amerikanische Ärzte deshalb einen Warnhinweis auf homogenisierter Milch einzuführen.

Der Konsum homogenisierter Milch, soll das Allergierisko verzwanzigfachen.
Problematisch ist vor allem, dass sich an diesen Fett-Tröpfchen auch Milcheiweißfragmente anlagern können, die unser Immunsystem vor unnötige Herausforderungen stellen.
Diese stark allergieauslösenden Eiweiße sind für viele anaphylaktische Reaktionen verantwortlich.
Milch gehört zu den Lebensmitteln, die am häufigsten Allergien auslösen. Sie selbst ist sogar der größte Allergie-Auslöser!
Milch verursacht Sekundärallergien, das bedeutet, dass durch den Konsum von Milchprodukten, Allergien gegen andere Lebensmittel ausgelöst werden können.

Wird ein Kalb ausschließlich von unserem verarbeiteten, vereinheitlichten Industrieprodukt Milch ernährt, die also pasteurisiert, ultrahocherhitzt und homogeniesiert wurde, zudem Rückstände von Medikamenten und verschiedenen Chemikalien enthält und nicht an sein aktuelles Entwicklungsstadium angepasst ist, wird es krank und stirbt!
Menschen bleibt dieses innerhalb kürzester Zeit eintretende Ende erspart, da sie sich nicht ausschließlich von Milch ernähren.

 

 

Hormoncocktail

Da Kühe üblicherweise dauerschwanger sind und ohne längere Unterbrechungen permanent gemolken werden,
enthält ihre Milch verschiedene Arten echter Hormone.
Deren tatsächliche Konzentration kann weder eindeutig bestimmt, noch kann ihre Unbedenklichkeit für den Menschen zweifelsfrei belegt werden.
Dies ist vor allem im Zusammenhang mit pflanzlichen Lebensmitteln wie Soja zu betrachten,
die wegen unbedenklicher, hormonähnlicher Inhaltsstoffe oft in der Kritik stehen.

Das in Milch enthaltene Wachstumshormon IGF-1 (Insulin-like Growth Factor)
ist ein derart starker Wachstumsförderer, dass es besonders auf hormonbedingte Krebsarten wie ein Wachstumsbeschleuniger wirken kann.
Kuhmilch, die in Laborversuchen auf menschliche Prostatakrebszellen gegeben wurde,
stimulierte deren Wachstum um 30%.
Mandelmilch hingegen unterdrückte das Wachstum der Krebszellen, um mehr als 30%!

In verschiedenen teils internationalen Studien wird Milch immer wieder in Zusammenhang mit Krebsentstehung und Wachstum gebracht.
Ihr Haupteiweiß Kasein (87%) erwies sich in den Studien von Dr. T. Colin Campbell
(China Study) durchwegs als stark und nachhaltig krebserregend und in allen Stadien von Krebs,
als wachstumsfördernd.
Insgesamt ist der Einfluss tierischen Proteins so gewaltig,
dass allein durch eine Änderung der zugeführten Proteinmenge das Krebswachstum gehemmt oder angeregt werden kann.

Käse entsteht, wenn Bakterien die Milch zersetzen und alles Verdaubare selbst verwerten. Übrig bleibt vorallem eine Menge Fett und schwerverdauliches Eiweiß und Salz.
Der Grund warum Käse nicht nur „den Magen schließt“, sondern auch den Darm, hängt damit zusammen, dass sich bereits im Magen durch den Zusammenschluß vom in Käse enthaltenem Kalk, Phosphor und Eiweiß, kombiniert mit unserer Magensäure, eine Art schwerverdaulicher Kleister bildet.
Der nicht nur den Magen, sondern auch den Darm stark verklebt und die Vitamine und Mineralstoffe aus Gemüse und Obst in diesem Verdauungsprozess nur schwer aufnehmbar werden läßt. Kurz gesagt: „Alles Käse!“
Außerdem entstehen bei der Verdauung vom Milchprotein Kasein, dass vor allem in Käse hochkonzentriert enthalten ist, Casomorphine, sie regen Dopaminrezeptoren im Gehirn an, die an Schmerzkontrolle, Belohnung und Sucht beteiligt sind und können so wie Schmerzmittel oder Drogen einen nicht zu unterschätzenden Abhängigkeitseffekt haben.

 

Purer Genuss

Milch selbst enthält sehr viel schwer verdaulichen „Sonderzucker“, die Laktose.
Auch in vielen weiterverarbeiteten „zuckerfreien“ Milchprodukten:
So kann beispielsweise ein großes Glas Milch oder ein Becher „Naturjoghurt“,
die empfohlene Tagesmenge Zucker für Kinder bereits überschreiten.

Die bakterielle Gärung unverdauter Zucker im Darm, ist der Hauptgrund für Blähungen.
Die schwere Verdaulichkeit von Laktose macht Milch zu einer der häufigsten Ursachen für Blähungen.

Zudem wird Laktose (der Milchzucker) im Verdauungsprozess in den stark entzündungsauslösenden Zucker D-Galaktose umgewandelt, der nicht nur schlecht für die Knochengesundheit ist, sondern auch Alterungsprozesse und Krankheiten fördert.

Auch wenn Milch als streng kontrolliertes, qualitativ hochwertiges Lebensmittel angepriesen wird,
kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie Blut, Eiterzellen und weitere bedenkliche Stoffe enthält.
Für die, die es beruhigt: die Grenzwerte sind gesetzlich geregelt…

 

Perfektes Hauptnahrungsmittel?

50-70% aller chronischen Krankheiten sind auf falsche Ernährung zurückzuführen oder verschlimmern sich durch sie.

Unwissenheit, gezielte Fehlinformationen und Widersprüchlichkeiten haben wesentlich zur allgemeinen Verunsicherung beigetragen und machen viele müde sich intensiver mit Ernährung auseinanderzusetzen.
Wer weiß schon, wie es wirklich ist, wenn es die meisten Ärzte nicht einmal wissen und scheinbar auch nicht wissen müssen. (Ernährung ist kein Bestandteil des Medizinstudiums!)
Der massive Einfluss den die Nahrungsmittelindustrie und Lobbyisten der industriellen Landwirtschaft auf Forschungen und Studien haben, begründet ihre zweifelhafte Glaubwürdigkeit.

Es ist bekannt, dass Produkte tierischen Ursprungs einen sehr deutlichen Effekt auf
Herz- Kreislauferkrankungen, das Schlaganfallrisiko und die Höhe unseres Blutdrucks haben
(unabhängig von Alter und Gewicht).
Es wurde festgestellt, dass auch bei Vegetariern der Blutdruck mit zunehmendem Milchkonsum immer mehr anzusteigen schien.

Produkte tierischen Ursprungs scheinen das Risiko von Asthma zu erhöhen.
Der Verzicht auf Milchprodukte und Eier, konnte in einer Versuchsreihe die Lungenfunktion asthmatischer Kinder innerhalb von 8 Wochen verbessern.

Milch enthält praktisch kein Eisen, hemmt aber die Eisenresorption bzw. scheint sogar die Eisenaufnahme aus anderen Lebensmitteln aktiv zu blockieren.
Wird sie als Ersatz für andere eisenreiche Nahrungsmittel genutzt,
kann erhöhter Milchkonsum zudem den Eisengehalt im Blut stark herabsenken
und Ursache für Eisenmangel bis hin zu einer Anämie sein.

Milch ist unser erster Gedanke, wenn es um eine perfekte Kalziumquelle geht.
Aber Milch ist auch die Nummer 1 Quelle für gesättigte Fette in unseren allgemeinen Ernährungsgewohnheiten.
Palmitat ist eine gesättigte Fettsäure, die vor allem in Fleisch, Milch und Eiern vorkommt,
sie begünstigt Insulinresistenz.
Menschen die sich pflanzenbasiert ernähren scheinen Insulin hingegen nicht nur besser zu produzieren, sondern auch besser verwerten zu können.
Diabetes wird, neben stetig steigendem Übergewicht (betrifft 60% der Deutschen)
und dadurch geförderten Erkrankungen, zu einem immer häufiger auftretendem, ernsten Problem.

Tierische Fette stehen auch in engstem Zusammenhang mit dem Auftreten von Demenz.
Wissenschaftler vermuten, dass das Kontrollieren von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Cholesterinblutwerten, das Risiko an Alzheimer zu erkranken beträchtlich senken könnte.

 

 

Milch = Kalzium

Obwohl Milch viel Kalzium enthält, so ist die Absorption bzw. Verfügbarkeit dieses Minerals verglichen mit pflanzlichen Kalziumlieferanten nicht besonders hoch.
Die Bedeutung von Kalzium für unsere Gesundheit ist viel komplexer als vielen bewusst ist.
Kalzium allein bewirkt überhaupt nichts, ohne Vitamin D beispielsweise wird man es nicht absorbieren.
Und auch für starke Knochen und Zähne ist weit mehr erforderlich, als jede Menge Kalzium zu konsumieren!

Die in der Milch vorliegende Struktur des Kaliziums ist für Menschen nicht ideal zu verwerten.
Es  ist an das Milcheiweiß Kasein gebunden und somit zu groß, um die Blutgefäße zu verlassen.
Dieses Kalzium kann nur mithilfe körpereigenen Kalziums gespalten und abgebaut werden.
Ein kleiner Teil des Kalziums aus der Milch, kann über die Verdauung im Darm tatsächlich für den Körper verfügbar gemacht werden, diese Menge  ist allerdings um ein vielfaches geringer, als die Menge des körpereigenen Kalziums, dass für den Abbau des Milchkalziums im Blut benötigt wird, so ergibt sich eine Negativbilanz.
Diese Negativbilanz wird auch von alle anderen tierischen Erzeugnisse begünstigt, was mit der ungünstige Zusammensetzung tierischen Eiweißes zusammenhängt und sie so zu starken, ungünstigen Säurebildnern macht.

Wenn der Ausgleich des im Körper entstehenden Säureüberschusses, nicht mehr effektiv über Lunge und Nieren erfolgen kann, diese Organe durch den permanenten Säureausgleich mit der Zeit überfordert sind, dann werden zum Ausgleich ebenfalls Mineralien, unter anderem das wertvolle Kalzium, aus den Speichern der Knochen dafür genutzt.
Osteoporose, Bindegewebsschwächen, Schädigung der Gelenke und eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen können die Folge sein.
Der durch tierische Proteine erhöhte Säuregehalt im Blut, fördert außerdem chronische Nierenerkrankungen, die Entstehung von Nierensteinen und weiteren säurebedingten Erkrankungen und kann zu Krankheiten führen, wie dem Metabolischen Syndrom, Bluthochdruck und Diabetes.
Die gezielte, starke Reduktion oder der gänzliche Verzicht auf tierische Eiweiße hat sich als eine machtvolle Maßnahme, gegen viele Erkrankungen erwiesen, denen wir somit keinesfalls hilflos ausgeliefert sind.

Unsichtbare Begleiter

Im Allgemeinen findet sich die höchste Giftkonzentration in tierischen Nahrungsmitteln.
Fisch steht hierbei an erster Stelle, dicht gefolgt von Eiern, Milchprodukten und Fleisch.
Sie sind regelrechte Sammelstationen für industrielle Schadstoffe, Schwermetalle, Lösungsmittel, Chemikalien, Pestizide…
Wie in allen Produktionsketten der Massentierhaltung kann auf den Einsatz von Antibiotika nicht verzichtet werden.
Sie gehen, genau so wie die Schadstoffe aus (oft gentechnisch veränderten) Futtermitteln, direkt in die Milch über.
Milch ist die häufigste Quelle für Blei.
Dioxine wurden in besonders hoher Konzentration in Butter gemessen.

Milch steht mit einem deutlich erhöhten Parkinsonrisiko in Verbindung.
Ursache könnten die in Milchprodukten nachgewiesenen Neurotoxine sein,
die vor allem in Käse vorzukommen scheinen.
Es wird vermutet, dass sie sich im Laufe des Lebens im Körper anreichern und die Funktionsfähigkeit des Gehirns negativ beeinflussen.

Es gibt außerdem Zusammenhänge zwischen Milchkonsum und Hautproblemen,
wie Akne und Neurodermitis.
Alle tierischen Fette (auch aus Eiern und Fleisch) enthalten Arachidonsäure,
einen Botenstoff der im menschlichen Körper Entzündungen fördert.
Es ist demnach bei jeglicher Entzündungsreaktion (nicht nur bei Hautproblemen, wie Akne)
Sinn auf sie zu verzichten.

Ganzheitlich betrachtet

Bezogen auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, den Co2- Ausstoß und unmittelbare und langfristigen Auswirkung auf Menschen, Tiere und unsere Umwelt ist Milch, wie alle anderen tierischen Erzeugnisse, eine Katastrophe.

Den größten Nutzen und Gewinn haben diejenigen, die mit dem eigentlichen „Produkt“ am wenigsten zu tun haben.
Unsere Kaufentscheidungen fördern diese Missstände, sagen:
Es ist okay für mich, wie es hergestellt wird und was alles damit zusammenhängt,
ich will mehr davon!

Scheinbar alternativlos

Gehen wir einkaufen werden wir regelrecht erschlagen von der Masse an Produkten,
die aus Milch gemacht werden.
Milch als Füllstoff, Zusatzstoff, Produktoptimierer oder Kostensenker enthalten.

Milch ist praktisch, sie ist überall erhältlich und wird für jeden Geschmack und jede Situation in einer entsprechenden Form angeboten:
Trinkmilch, Sahne, Butter, Quark, Joghurt, Frischkäse, Schmelzkäse, Weichkäse, Hartkäse…
Vieles davon in unzähligen Variationen, Geschmacksrichtungen und Preislagen.
Alle anderen Industrieprodukte hier zu erwähnen, die Milch in irgendeiner noch stärker verarbeiteten Form enthalten, würde ins schier unendliche ausarten.
Ein wirkliches Bewusstsein entsteht hierfür nur, wenn wir gezielt versuchen auf Kuhmilch komplett zu verzichten
und plötzlich „gezwungen“ sind genauer zu schauen, was eigentlich enthalten ist in all dem was wir alltäglich essen.

Milch scheint ein wunderbares, „natürliches“ Fast-Food zu sein.
Was vielen aber nicht bewusst ist: ein hochverarbeitetes, unnatürliches Massenprodukt,
mit vielen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen und negativen Auswirkungen auf unsere Körper und unser Wohlbefinden.

Unsere Beziehung zu ihr ist alles andere als gesund.
Sie basiert auf Fehlinformationen, Täuschung und Marketing.
Es ist also nicht verwunderlich, warum wir alles über die Vorzüge der Milch wissen,
wir bei ihrem Konsum keine Abneigung oder ein Fehlbewusstsein empfinden,
uns aber sehr selten oder nie jemand etwas darüber erzählt hat,
dass nicht alles so perfekt daran ist, ständig Milchprodukte zu essen.

Die Milchindustrie hat jedenfalls äußerst erfolgreiche Arbeit geleistet,
Milch zu einem milliardenschweren Wirtschaftsfaktor zu machen und ihr eine alternativlose Position in unseren Köpfen und Ernährungsgewohnheiten zu sichern.
Wir sind von Anfang an darauf konditioniert Milch zu trinken, sie regelmäßig zu konsumieren.

 

 

Historischer Rückblick

Betrachten wir die lange Geschichte der Menschheit,
ist das Trinken artfremder Milch tatsächlich eine Anomalie.
In den meisten Kulturen war Milch niemals ein Hauptnahrungsmittel.
Der weit verbreitete Brauch des Kuhmilchverzehrs ist ein Mythos.
Für Kinder und Erwachsene ist es natürlicherweise nicht möglich Säuglingsnahrung zu verdauen.
Nach der Stillzeit endet die Produktion des benötigten Enzyms Laktase, zur Aufspaltung des Milchzuckers im Verdauungsprozess.
Wenn überhaupt, wurde Milch ursprünglich lieber in einer verträglicheren,
fermentierten Form verzehrt (Joghurt, Buttermilch, Käse oder Butter).
Sie war eher ein Luxus als alltäglich.

Wir lernen den Eindruck zu haben, Milch nicht verdauen zu können, sei eine Annomalie oder eine „Unverträglichkeit“, etwas einer Allergie ähnliches:
Dabei ist es wohl eher ein starkes Anzeichen für eine Fehlernährung.
Wenn wir mit einbeziehen, dass auch heute noch mehr als 70 % der Menschen weltweit, genetisch nicht „angepasst genug“ sind, um Milch problemlos zu verdauen, wird klar:

Der Verzehr von Kuhmilch ist ein relativ „neues“ Phänomen,
das erst seit dem 19. Jahrhundert vor allem in Europa und den USA Brauch ist.
Laktoseverträglichkeit ist auf eine genetische Anpassung zurückzuführen:
Nur die, in deren Erbgut der Schalter zur lebenslangen Laktaseproduktion umgelegt worden war, konnten vom Milchverzehr profitieren und hatten bei Ernteausfällen, in schweren Zeiten und harten Wintern, einen entscheidenden Vorteil zu Überleben.

Erst etwa in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde Kuhmilch in flüssiger Form beliebter, anfangs als Ersatz für Muttermilch.
Mit der Erfindung der Pasteurisierung eröffnete sich die Möglichkeit Frischmilch in industriellem Maßstab zu produzieren.
Durch flächendeckende Anwendung dieses Verfahrens wurde Frischmilch zu einem „sicheren“ Lebensmittel gemacht.
Es ging damals aber nicht vorrangig um die Volksgesundheit, sondern einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor.
Die gezielte Werbung machte Frischmilch schnell zu einem Grundnahrungsmittel.

Arzneimittelhersteller waren die ersten, die aus Kuhmilch Babynahrung in Pulverform entwickelten und patentierten.
Sie konnten neben den von ihnen produzierten Arzneimitteln dafür werben und erzeugten so mühelos eine Verbindung zwischen Milch und Medizin.
Milch wurde nun zusammen mit glücklichen, gesunden Babys gezeigt.
So erklärt sich leicht, die tief in uns sitzende Sorge etwas Unverzichtbares für Gesundheit und Stärke zu entbehren, wenn wir keine Milch kaufen.

Die vielen Ängste und Verwirrungen, macht sich die Milchindustrie zunutze,
um das glänzende und alternativlose Image der Milch aufrechtzuerhalten.
Doch Milch ist keinesfalls so perfekt, wie sie angepriesen wird.

Milch, einst Notnahrung oder Nahrungsergänzung, ist inzwischen zu einem Industriewahnsinn geworden, der uns heute durch den übertriebenen Dauerkonsum, mehr fett als fit und mehr krank als gesund macht.

Was stimmt denn nun?

Beim Versuch eine klare Antwort darauf zu finden, was nun gut oder schlecht,
gesund oder ungesund für uns ist, gibt es zum Verzweifeln viele Meinungen und Empfehlungen.
Auf der Suche nach Klarheit können wir nahezu jede beliebige Antwort finden.

Wir können und sollten das was wir essen nicht auf einzelne Nährstoffe reduzieren.
Natürlich sind einzelne davon für uns sinnvoll, aber wir essen sie nicht isoliert.
Ein Nahrungsmittel ist immer in seiner Gesamtheit zu betrachten,
mit allen positiven, aber auch negativen Eigenschaften.
Logische Zusammenhänge einfach zu ignorieren,
nur weil es für unsere Lebensgewohnheiten einfacher ist,
ist keine sinnvolle und gesundheitsförderliche Vorgehensweise.

Es gibt tatsächlich Nahrungsmittel, die unser Leben verlängern, bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und sie sogar heilen können –
Milch gehört nicht zu ihnen.

Was sich mit Sicherheit sagen lässt ist, dass es noch nie eine Warnung gab doch bitte auf Gemüse zu verzichten oder naturbelassene Nahrungsmittel strikt zu meiden.
Eine abwechslungsreiche, vollwertige, pflanzliche Ernährung ist eine perfekte Grundlage für eine ganzheitliche, gesunde Lebensweise.

Außerhalb unserer Abhängigkeiten, Gewohnheiten und Bequemlichkeiten ist zudem viel mehr Raum für unsere ureigensten, angeborenen Eigenschaften: Liebe und Mitgefühl –
Für uns und alles was uns umgibt.

 

Einen weiteren Einblick dazu, findest du auch in diesem Beitrag: Lieben oder essen? – Karnismus verstehen.

 

 

 

 

 

 

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