liebe leichtWarum vegan?!

Welche Vorteile hat veganes Backen?

 

Neben all den Vorzügen, die sich durch die Umstellung auf eine vegane Lebensweise ergeben, hat das vegane Backen, gegenüber dem „normalen, klassischen, konventionellen“ Backen,
einige spannende Vorteile zu bieten, die ich hier gerne zusammenfassen möchte.
Falls du noch weitere Ideen und Ergänzungen hast, fühl dich frei mir jederzeit zu schreiben!
Ich freue mich von dir zu lesen.

Mit dem „befreien“ von Zutaten tierischen Ursprungs, kann eine Menge Leichtigkeit ins Spiel kommen.
Auch wenn der erste Gedanke meist ist: „Wie soll das gehen?“, „ Schmeckt das überhaupt?“,
„Und wie backst du dann, so ohne…nichts?“…

Wie beim klassischen Backen auch, geht nichts über eine gutes Rezept und die Bereitschaft auszuprobieren und zu experimentieren.
Wie sonst sind die Rezepte entstanden, die es überall gibt?

 

 

Nachdem Butter, Eier und Milch nicht mehr so rar und kostbar waren, wanderten sie selbstverständlich in die Kuchenteige.
Anfangs nur zum „aufwerten“ oder „verfeinern“ und später dann als „unverzichtbarer“ Bestandteil.
Das Wissen, um günstigere und gesündere Alternativen trat in den Hintergrund.
Schließlich gab es, dank Industrialisierung und wirtschaftlichem Aufschwung, nun jederzeit genug von dem, was sich jetzt jeder leisten und überall kaufen konnte.

Tierische Lebensmittel sind einfach, (noch immer) eine so allgemeine Selbstverständlichkeit, dass es zunächst keine anderen Möglichkeiten zu geben scheint.
Dabei gibt es tatsächlich unzählige.

Kommen wir nun zu den Vorteilen des veganen Backens:

Neben den umfassenden Hygieneregeln, die es bei Eiern zu beachten gibt, um sich vor einer Infektion mit Salmonellen zu schützen,
(an die sich die Meisten allerdings nicht halten, bzw. sie gar nicht kennen. Ich habe sie HIER einmal ausführlich aufgeführt)
fallen die Problematiken, die sich durch leicht verderbliche Nahrungsmittel ergeben weg.
Warum es außerdem Sinn macht auf Eier zu verzichten, liest du HIER.

Verdorbene Milchprodukte,  sind kaum noch als solche erkennbar, da sie durch ihre starke Verarbeitung, nicht mehr wie „früher“ sauer werden, sondern faulen.
Diese Fäulnis bleibt allerdings über längere Zeit unerkannt!
Weitere Informationen, warum Milchprodukte mit Vorsicht zu genießen sind, kannst du HIER finden.

 

 

Um spontan, jederzeit einen einfachen veganen Kuchen zu backen, sind die Meisten Zutaten eigentlich immer im Haus.
Die einfachen Grundzutaten lassen sich gut auf Vorrat lagern und sind lange haltbar:
Mehl, Zucker, Sirup, Öl, Nüsse, Kakaopulver, Schokolade, Backpulver, Gewürze und je nach Vorliebe fertige, pflanzliche Milchalternativen.
Wobei sich aus Haferflocken oder Nüssen , auch schnell selbst ein Pflanzendrink zubereiten lässt.

Wer traditionelle Rezepte kennt hat den Hinweis, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur haben sollten, sicher schon öfter gelesen.
Gerade bei den verderblichen Komponenten, die im Kühlschrank gelagert werden ist es so, dass sie sich kalt schlecht verarbeiten lassen.
Sie sollten mindestens eine Stunde zuvor bereitgestellt werden.
Butter lässt sich nur schaumig schlagen, wenn sie etwa Zimmertemperatur hat und keinesfalls zu warm oder zu flüssig ist.
In der Regel wird für Rührteige erst die Butter mit dem Zucker schaumig geschlagen und dann werden nach und nach die Eier zugefügt.
Sind die Eier noch zu kalt, wird die Butter wieder zu fest.
Mir ist es früher auch hin und wieder passiert, dass das Butter-Ei-Gemisch geronnen ist.

Das bedeutet also, dass veganes Backen keine Vorlaufzeit benötigt und das Zubereiten des Teiges direkt beginnen kann.

 

 

Eine Menge Küchenequipment wird überflüssig.
Im Grunde reicht eine Küchenwaage, eine Schüssel und ein Schneebesen oder ein Silikon-Teigspatel bzw. ein Rührlöffel, neben einer Backform oder einem Backblech vollkommen aus.

In der Regel geht die Zubereitung schneller.
Meist werden erst die flüssigen Zutaten verrührt, dann die vermischten, trockenen Zutaten hinzugegeben und nochmals kurz vermengt,
in eine Form umgefüllt und schon kann das Backen beginnen.
Natürlich gibt es wie beim klassischen Backen auch, eine Menge zeitaufwändige und schwierige Rezept, mit vielen Zutaten,
aus verschiedenen Komponenten, mit mehreren Arbeitsschritten und längeren Wartezeiten.
Doch für den kleinen Kuchenhunger oder ein schnelles Mitbringsel, werden diese Rezepte schließlich nicht zubereitet.
Rezepte lassen sich auch umso leichter und schneller umsetzen, je besser wir in der Übung sind.

Ohne laute Küchengeräte (der böse Mixer…) ist es selbst mitten in der Nacht oder zu anderen Ruhezeiten kein Problem, eine kleine Köstlichkeit zu backen,
ohne jemanden zu wecken oder zu stören.

 

 

Wer sich einmal genauer mit den gesundheitlichen Auswirkungen, tierischer Erzeugnisse auseinandersetzt, erkennt schnell, welche enormen Vorzüge es mit sich bringt,
diese einfach weg zu lassen oder öfter mal auszutauschen.
Dabei geht es nicht nur allein um Cholesterin oder gesättigte, tierische Fette.
Denn tierische Erzeugnisse können auch Hormone, Antibiotikarückstände, multiresistente Keime, Schadstoffe und Pestizidrückstände enthalten, sowie gentechnisch veränderte Komponenten, die über das Futter der Tiere hineingelangen…, um hier einmal nur ein paar Beispiele anzuführen.

Neben den günstigen Einflüssen auf unsere persönliches Wohl und das unserer Liebsten, wird durch den Verzicht auf tierische Zutaten, eine Menge weiteres Leid vermieden.
Das gilt nicht nur für unmittelbar Betroffene, sondern auch die Allgemeinheit.
Die Zubereitung veganer Speisen wirkt sich positiv auf unsere Umwelt und das Klima aus.
Denn tierische Lebensmittel haben nicht nur einen viel schlechtere CO2- Bilanz, sie führen auch unweigerlich zu mehr Ressourcenverschwendung und sozialer Ungerechtigkeit.

 

Veganes Backen kann bei einfachen Grundrezepten kostengünstiger sein.
Denn auch wenn tierische Produkte zu ungerechtfertigt, günstigen Preisen angeboten werden,
( Massentierhaltung, verschleierte, zusätzlicher Vergütungen, durch steuerliche Subventionen, soziale Ungerechtigkeit…)
sind Mehl, Zucker und Öl dennoch preiswerter.

 

 

 

Einen veganen Kuchen kann theoretisch jeder mitessen, der nicht gerade Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber einzelnen Zutaten hat.
Umgekehrt ist das nicht möglich.
Meist ist es sogar so, dass Niemand es bemerkt, solange er es nicht weiß…

Ja, tierische Produkte haben einen Eigengeschmack, aber das hat jedes Lebensmittel, sofern es nicht geschmacksneutral ist!
Unsere Geschmacksgewohnheiten sind erlernt und sie lassen sich jederzeit ändern.
Wer eine Weile auf tierische Lebensmittel verzichtet, wird merken, wie sensibel wir plötzlich auf ihren Geruch und Geschmack reagieren.
Das kann mitunter zu heftigen Abwehrreaktionen führen.

Ein veganer Kuchen schmeckt nicht zwangsläufig schlechter oder langweiliger.
Oft ist der Unterschied kaum erkennbar und längst nicht so groß wie vermutet.
Die Back- und Verarbeitungseigenschaften der klassischen Zutaten lassen sich auf vielfältige Weise imitieren.
Mehr dazu kannst du HIER entdecken.

 

 

Wie bei jeder Zubereitung, ist das Ergebnis vor allem abhängig von der Hochwertigkeit der Zutaten und der Ausführung.
Ich habe eine Menge „schlechte“ Kuchen und Torten gegessen und das hatte 30 Jahre lang, nichts mit veganen Rezepten zu tun.

Wer anfängt vegan zu backen, lernt das Backen noch einmal neu.
Es lohnt sich aus der Komfortzone heraus zu treten und Neuem gegenüber offen zu sein.
Wer Veränderungen ohne Abwehr begegnet, kann in jedem Fall nur gewinnen.
Alles was uns anfangs unglaublich schwierig oder nahezu unmöglich erscheint, ist mit der Zeit und etwas Übung nicht so schlimm,
wie wir es uns vielleicht vorgestellt oder eingeredet haben.

Ich hoffe du hast nun genügend Inspirationen bekommen, einmal über den Tellerrand, beziehungsweise den Teigschüsselrand zu schauen.
Die vegane Back-Welt ist spannend, bunt und köstlich!

 

 

 

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